Unser Kurskonzept
Sicher schwimmen lernen.
Schritt für Schritt.
Unsere Kurse folgen einem klaren Aufbau: erst Sicherheit und Vertrauen, dann Technik,
Ausdauer und weiterführende Fähigkeiten. Kinder sollen nicht nur ein Abzeichen erreichen,
sondern verstehen, wie sie sich sicher und selbstständig im Wasser bewegen.
UNSERE GRUNDSÄTZE
Wie wir Kinder unterrichten
Fortschritt entsteht nicht durch Druck. Deshalb verbinden wir Sicherheit, individuelle
Förderung, klare Lernschritte und Freude an Bewegung im Wasser.
01
Sicherheit zuerst
Erst wenn ein Kind im Wasser sicher fühlt und Situationen einschätzen kann, erhöhen wir die Anforderung.
02
kein zwang
Jedes Kind darf in seinem Tempo ankommen, ausprobieren und Vertrauen aufbauen.
03
Spielerisch lernen
Technik, Springen, Tauchen werden so vermittelt, dass Motivation und Freude erhalten bleiben.
04
Individuell fördern
Auch innerhalb einer Gruppe können verschiedene Übungen eingesetzt werden, jenachdem woran ein Kind gerade arbeitet.
Sportwissenschaftlich entwickelt: Diese Seite zeigt den grundsätzlichen Aufbau. Methodische Details und interne Übungsfolgen bleiben bewusst Teil unseres eigenen Trainingskonzepts.
Anfängerkurs
Vom ersten Kontakt bis zum Seepferdchen
Im Anfängerkurs geht es zunächst um die Wassergewöhnung und Vertrauen. Danach entwickeln wir Schritt für Schritt Arm- und Beinbewegung, Atmung, Schweben, springen und Tauchen. Schwimmhilfen werden dabei nicht abrupt entfernt, sondern passend zum Fortschritt reduziert.
Das Hauptziel: Das Kind soll sich ohne Angst und zunehmend selbstständig im Wasser bewegen. Das Seepferdchen ist ein wichtiges Zwischenziel, aber nicht der einzige Maßstab für Erfolg.
01
Der erste Kurstag
Neue Umgebung kennenlernen, Trainer und Gruppe beobachten, ohne Leistungsdruck ins Wasser kommen und erste Bewegungen ausprobieren.
02
Ab dem zweiten Termin
Aufwärmen Arm- und Beinbewegungen, Springen, Tauchen und individuell angepasste Übungen innerhalb der Gruppe.
03
Schwimmhilfen reduzieren
Unterstützung wird schrittweise zurückgenommen, damit Körperspannung, Wasserlage und Eigenständigkeit wachsen.
04
Fortschritt sichtbar machen
Kleine Erfolge werden bewusst positiv verstärkt. Das Kind soll Motivation, statt Prüfungsdruck erleben.
Zwischenziel
Das Seepferdchen
Prüfung möglichst ohne Druck
Wenn Schwimmen, Springen und Tauchen sicher sind, kann das Seepferdchen abgelegt werden. Die Prüfung soll möglichst wie ein normaler Teil des Unterrichts sich anfühlen.
Seepferdchen bestanden, danach geht es in den Fortgeschrittenen Bereich
Warum wir Prüfungsdruck reduzieren?
Kinder sollen zeigen können, was sie im Training bereits beherrschen. Deshalb integrieren wir Prüfungleistungen möglichst in den normalen Ablauf, statt einem normalen “Prüfungstag” unnötig groß zu machen.
Fortgeschrittene
Der Schwimmclub. jetzt wird
richtig geschwommen
Nach dem Seepferdchen verschiebt sich der Schwerpunkt: Ausdauer, saubere Technik,
verschiedene Schwimmarten, anspruchsvolleres Tauchen und verschiedene Sprünge.
Die Kinder werden Stück für Stück “wasserfest”.
Stufe 01
ziel: Seeräuber
Ausdauer, Tauchen, Sprünge
Die Distanz steigt zunächst von 25 auf 100 Meter. Gleichzeitig vertiefen wir das Tauchen und führen Streckentauchen ein. Beim Springen kommen Fußsprung, Paketsprung und Kopfsprung dazu.
Trainingsinhalt
- Ausdauer bis mindestens 100 Meter
- Tauchtiefe schrittweise steigern
- Erste 5 Meter Streckentauchen
- Fußsprung/Kerze
- Paketsprung
- Kopfsprung / Hecht
Seeräuber Anforderung
- Sprung vom Beckenrand
- 100 Meter Schwimmen
- Ring aus 1 Meter Tiefe auftauchen
- 5 Meter Streckentauchen
- Baderegeln kennen
Stufe 02
ziel: DSA Bronze
Auf dem Weg zum Freischwimmer
Die Kinder schwimmen zunehmend längere Strecken, perfektionieren den Kopfsprung und lernen Rückenschwimmen, sowie Lagewechsel im tiefen Wasser.
Trainingsinhalt
- Schwimmstrecke schrittweise bis 500 Meter
- Kopfsprung verbessern
- Rückenschwimmen
- Wechsel zwischen Bauch und Rückenlage im tiefen Wasser
- Ausdauer und Ruhe im Wasser
Freischwimmer Anforderung
- Kopfsprung vom Beckenrand
- 15 Minuten Ausdauerschwimmen, mindestens 200 Meter, davon 150 in Bauchlage und 50 Meter in Rückenlage
- Ring aus 2 Meter Tiefe auftauchen
- Paketsprung vom 1-Meter-Startblock
- Baderegeln kennen
Stufe 03
Technik und Sicherheit
Kraulen & Selbstrettung
Mit dem Freischwimmer ist die Basis gelegt. Jetzt steigen die technischen Ansprüche. Kraulen wird systematisch
aufgebaut und gleichzeitig wird vermittelt, wie man sich in schwierigen Situationen selbst helfen kann.
Kraultechnik
- Beinarbeit
- Körperspannung und Wasserlage
- Atemtechnik
- Koordination
- höheres Tempo bei sauberer Ausführung
Selbstrettung
- Verhalten bei Krämpfe
- ruhiges Schwimmen und Krafteinteilung
- Gefahrensituationen erkennen
- Grundprinzipien bei Eis- und Unfallsituationen
- eigene Sicherheit geht immer vor
Stufe 04
Ziel DSA Silber
Silber & einfache Fremdrettung
Mit wachsender Sicherheit kommen höhere Ausdaueranforderungen, Streckentauchen und erste Elemente
der Fremdrettung dazu. Die Kinder lernen, wie Hilfe geleistet wird, ohne sich selbst unnötig zu gefährden.
Zusätzliche Inhalte
- Erste-Hilfe-Grundlagen
- stabile Seitenlage
- einen erschöpften oder verletzten Schwimmer transportieren im Wasser
- Schwimmen ohne Armbewegung
- Verantwortung und Helferverhalten
Silber Anforderung
- Kopfsprung vom 1-Meter-Startblock
- 20 Minuten Ausdauerschwimmen, mindestens 400 Meter
- 300 Meter in Bauchlage und 100 Meter in Rückenlage
- zweimal einen Ring aus 2 Meter Tiefe auftauchen
- 10 Meter Streckentauchen
- zwei verschiedene Sprünge vom Startblock
- Baderegeln und Selbstrettung
Stufe 05
Ziel DSA Gold
Gold – vielseitig und sicher Schwimmen
Das Goldabzeichen bündelt Technik, Ausdauer, Tauchen, Sprünge sowie Selbst- und Fremdrettung.
Aufgrund des Umfangs werden die Anforderungen bei der Prüfung auf 2-3 Tage verteilt.
Schwerpunkt
- 800 Meter Ausdauerschwimmen
- Kraulen, Brust und Rückenschwimmen
- mehrere Tauch- und Sprungaufgaben
- Transportschwimmen
- Selbstrettung
- Fremdrettung und Notfallwissen
Gold Anforderung
- Kopfsprung vom 1-Meter-Startblock
- 30 Minuten Ausdauerschwimmen mit mindestens 800 Meter
- 650 Meter in Bauchlage und 150 Meter in Rückenlage
- dreimal einen Ring aus 2 Meter Tiefe auftauchen in maximal 3 Minuten und zwei Tauchversuchen
- 10 Meter Streckentauchen aus der Schwimmbewegung heraus
- zwei verschiedene Sprünge vom Startblock
- Baderegeln und Selbstrettung
- Startsprung vom Startblock und 25 Meter Kraulen
- Startsprung vom Startblock und 50 Meter Brust in maximal 1:15 Minuten
- 50 Meter Rücken schwimmen ohne Armtätigkeit
- 50 Meter Transportschwimmen
Warum wir so trainieren
Schwimmen ist mehr als 25 Meter geradeaus.
Viele Übungen haben einen direkt Sicherheitsbezug. Wir trainieren deshalb nicht
nur eine Schwimmbewegung, sondern auch Tauchen, unterschiedliche Sprungarten,
Ausdauer, Orientierung und Umgang mit unerwarteten Situationen.
Tauchen
Wer unter Wasser ruhig bleibt, Luft einteilen kann
und sich orientieren, hat in vielen
Situationen mehr Handlungsmöglichkeiten.
Praxisbezug: Am Baggersee wird man von einem Strudel erfasst, um sich aus der Situation zu befreien, ist der einfachste Weg. Abzutauchen und am Grund zur Seite wegzutauchen. Wer hingegen gegen die Naturgewalt arbeitet wird es in den meisten Fällen nicht schaffen
Schwimmen
Technik und Ausdauer entscheiden darüber,
wie lange jemand sicher und kraftsparend schwimmen
kann, besonders im Freiwasser.
Praxisbezug: Bei längeren Wegen zum Ufer Kräfte einteilen und Wasser, Wind und Situationen richtig einschätzen.
Springen
Unterschiedliche Sprungarten haben
unterschiedliche Zwecke. Deshalb lernen
Kinder nicht nur einen einzigen Sprung.
Kopfsprung: schnell ins Schwimmen kommen
Fußsprung: kontrollierter Einstieg aus hoher Höhe
Paketsprung: flacheres Eintauchen in ungewisser Tiefe
Unser Leitfaden: Ein Abzeichen ist ein Meilenstein. Das eigentliche Ziel ist ein Kind, dass sich im Wasser sicher bewegt, seine Fähigkeiten richtig einschätzen und auch mit anspruchsvollen Situationen umgehen kann.
Der nächste Schritt
Welcher Kurs passt zum
aktuellen Schwimmniveau?
Vom ersten Kontakt mit dem Wasser bis zum fortgeschrittenen Schwimmtraining:
Auf der Kursübersicht finden Eltern den passenden Einstieg für ihr Kind
