Wie viele Schwimmstunden braucht ein Kind, bis es schwimmen kann? Diese Frage stellen uns Eltern vor einem Schwimmkurs sehr häufig.
Die kurze Antwort: Bis zum Seepferdchen sollte man nicht mit wenigen Schwimmstunden rechnen. Die DLRG nennt als Orientierung etwa 30 Kurstage à 30 Minuten. In unseren Schwimmkursen bei Stamina Sports erreichen Kinder das Seepferdchen aktuell im Durchschnitt nach etwa 15 bis 20 Kurstagen.
Das sind allerdings nur Richtwerte. Manche Kinder sind schneller, andere brauchen deutlich länger. Denn Schwimmenlernen lässt sich nicht nach einem festen Stundenplan abhaken.
Warum dauert Schwimmenlernen so lange?
Von außen sieht es manchmal einfach aus: Armzug, Beinschlag – und irgendwann schwimmt das Kind.
Tatsächlich beginnt die Schwimmausbildung aber schon deutlich früher. Ein Kind muss lernen, sich sicher im Wasser zu bewegen, den Kopf unter Wasser zu nehmen, kontrolliert auszuatmen, zu tauchen und zu gleiten. Dazu kommen Wasserlage, Koordination und schließlich die eigentliche Schwimmtechnik.
Wie viel davon ein Kind zu Beginn bereits beherrscht, macht einen großen Unterschied.
Kinder, die regelmäßig mit ihren Eltern ins Schwimmbad gehen, gerne tauchen und keine Probleme mit Wasser im Gesicht haben, bringen häufig gute Voraussetzungen mit. Bei anderen Kindern müssen diese Grundlagen erst im Schwimmkurs aufgebaut werden.
Deshalb können zwei Kinder im gleichen Alter am selben Tag mit dem Schwimmkurs beginnen und trotzdem unterschiedlich lange bis zum Seepferdchen brauchen.
Wie viele Kurstage braucht ein Kind für das Seepferdchen?
Die DLRG nennt rund 30 Kurstage mit jeweils 30 Minuten als Orientierung, um das Niveau des Seepferdchens zu erreichen. Das entspricht insgesamt etwa 15 Stunden Schwimmunterricht.
Unsere Erfahrung bei Stamina Sports zeigt, dass es auch schneller gehen kann. Aktuell benötigen unsere Kinder im Durchschnitt etwa 15 bis 20 Kurstage bis zum Seepferdchen.
Diese Zahl verstehen wir ausdrücklich nicht als Garantie. Es gibt Kinder, die das Abzeichen früher schaffen, und genauso Kinder, die mehr als 20 Termine benötigen.
Entscheidend ist für uns nicht die Anzahl der besuchten Kurstage, sondern ob das Kind die Anforderungen sicher beherrscht.
Warum schaffen manche Kinder das Seepferdchen schneller?
Einen einzelnen Grund gibt es dafür nicht. Besonders großen Einfluss hat die Vorerfahrung im Wasser. Wer vor dem ersten Schwimmkurs schon regelmäßig im Schwimmbad war, hat häufig weniger Schwierigkeiten mit Tauchen, Springen oder der Wasserlage. Auch Koordination, Konzentration und das Alter können eine Rolle spielen.
Hinzu kommt die Regelmäßigkeit. Wer zwischen den Schwimmstunden zusätzlich mit seinen Eltern ins Schwimmbad geht, sammelt mehr Wassererfahrung als ein Kind, das ausschließlich während des Kurses schwimmt.
Auch die Bedingungen im Schwimmkurs spielen eine Rolle. In kleineren Gruppen kann ein Trainer häufiger individuell korrigieren und auf Schwierigkeiten einzelner Kinder eingehen.
Trotzdem sollte Schwimmenlernen kein Wettrennen sein. Ein Kind hat nichts davon, möglichst schnell ein Abzeichen zu bekommen, wenn wichtige Grundlagen noch nicht sicher sitzen.
Was muss ein Kind für das Seepferdchen können?
Für das Seepferdchen muss ein Kind unter anderem nach einem Sprung vom Beckenrand 25 Meter in einer erkennbaren Schwimmart schwimmen. Außerdem muss ein Gegenstand aus schultertiefem Wasser heraufgeholt werden. Auch die Kenntnis der Baderegeln gehört dazu.
Für Kinder ist das ein großer Schritt. Sie schaffen zum ersten Mal eine längere Strecke ohne Schwimmhilfe und haben damit ein wichtiges Ziel ihrer Schwimmausbildung erreicht.
Trotzdem gibt es einen Punkt, den Eltern kennen sollten:
Das Seepferdchen bedeutet noch nicht, dass ein Kind sicher schwimmen kann.
Nach dem Seepferdchen ist noch nicht Schluss
Die DLRG bezeichnet das Seepferdchen als vorbereitendes Schwimmabzeichen. Als Nachweis für sicheres Schwimmen gelten die Deutschen Schwimmabzeichen Bronze, Silber und Gold. Der Unterschied wird schon bei den Anforderungen deutlich.
Während beim Seepferdchen 25 Meter geschwommen werden, müssen für das Deutsche Schwimmabzeichen Bronze unter anderem mindestens 200 Meter innerhalb von höchstens 15 Minuten bewältigt werden. Dazu kommen weitere Anforderungen wie Tieftauchen und ein Sprung ins Wasser.
Das zeigt auch, warum die Frage „Wie lange braucht mein Kind, um schwimmen zu lernen?“ zwei unterschiedliche Antworten haben kann.
Bis zum Seepferdchen: Bei uns aktuell durchschnittlich etwa 15 bis 20 Kurstage, im Gruppenkurs.
Bis zum sicheren Schwimmen: Deutlich länger. Nach dem Seepferdchen müssen Technik, Ausdauer und Sicherheit weiterentwickelt werden. Deshalb empfehlen wir Eltern, die Schwimmausbildung nach dem Seepferdchen nicht zu beenden.
Was können Eltern zusätzlich tun?
Kinder müssen nicht mehrmals pro Woche Schwimmunterricht bekommen, um Fortschritte zu machen. Zusätzliche Zeit im Wasser kann aber enorm helfen.
Ein gemeinsamer Besuch im Schwimmbad reicht dafür völlig aus. Tauchen, springen, gleiten oder einfach das im Kurs Gelernte ausprobieren – all das sorgt für mehr Routine.
Eltern müssen dabei nicht selbst zum Schwimmtrainer werden. Viel wichtiger ist, dass Kinder regelmäßig Erfahrungen im Wasser sammeln und Freude daran haben.
Schwimmen lernen bei Stamina Sports
In unseren Kinderschwimmkursen in Wasserburg am Inn begleiten wir Kinder Schritt für Schritt beim Schwimmenlernen. Dabei trainieren wir in kleinen Gruppen und können so auf den individuellen Lernstand der Kinder eingehen.
Nach dem Seepferdchen können die Kinder direkt in unseren Fortgeschrittenenkursen weitermachen. Dort bauen wir die vorhandene Technik und Ausdauer weiter aus und arbeiten auf die nächsten Schwimmabzeichen hin.
Denn für uns ist das Seepferdchen ein wichtiger Meilenstein – aber nicht das Ende der Schwimmausbildung.
